Meilensteine

2006: Gründung der Projektinitiative

Mehrere private Klinikketten und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) schließen sich zu einer Projektinitiative zusammen. Ziel ist die Schaffung eines einheitlichen, bundesweit (und perspektivisch europaweit) gültigen Standards für eine Kommunikationsplattform, um die ärztliche Zusammenarbeit zwischen dem stationären und dem ambulanten Sektor deutlich zu verbessern.

2008: Offenlegung der EFA-Spezifikationen

Die vom Fraunhofer Institut für Software- und Systemtechnik (ISST) entwickelten EFA-Spezifikationen sind als Release v1.2 offengelegt. Dem Grundgedanken der Initiatoren folgend, sind sie lizenz- und barrierefrei von allen IT-Herstellern nutzbar.

2009: Gründung Verein Elektronische FallAkte e.V.

Die Mitglieder der Projektinitiative gründen den Verein Elektronische FallAkte e.V. und treiben unter diesem Dach die Weiterentwicklung sowie die technisch-organisatorische Einführung des Standards gemeinsam voran. Mehrere Pilotprojekte werden aufgesetzt. Auch die Industrie – Software- und Systemhäuser im Healthcare-Bereich, große Hersteller von Medizintechnik und nicht zuletzt deren Spitzenverbände wie der VHitG – unterstützen den EFA-Standard.

2011: Entwicklung „EFA in a Box"

Da sich die „tiefe Integration" des EFA-Standards in Klinik- und Praxissysteme als sehr aufwendig erweist, entwickelt das Fraunhofer ISST das Konzept „EFA in a Box": Hier sind die verschiedenen EFA-Funktionen gekapselt und zusätzliche Schnittstellen in Klinik- und Praxissoftware definiert. Damit können EFA-Funktionen leichter in bereits vorhandene Softwaresysteme integriert werden.

2012/2013: EFA spricht IHE

In Kooperation mit dem bvitg Bundesverband Gesundheits-IT und IHE Deutschland werden EFA 2.0 und IHE-Cookbook entwickelt. Damit ist der EFA-Standard IHE-konform.

Aktueller Stand

Die Kommentierungsphase für EFA 2.0 ist abgeschlossen, die Offenlegung der Spezifikationen avisiert. Mehrere Hersteller haben EFA-fähige KIS und PVS angekündigt, ebenso spezielle Systeme für EFA-Provider. Als Prototypen haben diese Systeme ihre Funktionsfähigkeit bereits im Echtbetrieb unter Beweis gestellt und stehen kurz vor der Markteinführung.

Medizinische Netzwerke in unterschiedlichsten Behandlungskontexten – vom Traumanetzwerk über die intersektorale Versorgung von Patienten mit Darmkrebs oder koronaren Herzerkrankungen bis hin zu ambulanten Netzwerken etwa für die Palliative Versorgung, für Rheumapatienten oder Menschen mit dem Diabetischen Fuß-Syndrom – setzen heute bereits auf die Elektronische FallAkte. Weitere Szenarien sind in Vorbereitung.
In Entwicklungsprojekten widmen sich die IT-Experten, Healthcare-Spezialisten und Mediziner speziellen Aufgaben wie etwa der Medikations-Information oder mobilen Lösungen für die „EFA am Krankenbett".

Perspektiven

  • EFA-Standard als Pflicht für alle Hersteller: Künftig sollen alle neu auf den Markt kommenden Klinik- und Praxisinformationssysteme EFA-fähig sein.
  • Ausbau der IT-gestützten Infrastruktur im Gesundheitswesen mit fester Integration des EFA-Standards
  • europäische Entwicklungen: Perspektivische Vernetzung der Gesundheitssysteme EU-weit.
  • Geschäftsmodelle: Für EFA sollen verschiedene Providerkonzepte etabliert werden, die als Geschäftsmodelle tragfähig sind.

NACH OBEN

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok