Datenschutz und Sicherheit

Die Anforderungen an den Schutz der medizinischen Daten vor unerlaubtem Zugriff oder gar vor Manipulation sind sehr hoch. Daher sind Datenschutz und Datensicherheit von Entwicklungsbeginn an als wesentliche Elemente im Konzept der EFA-Plattform verankert. Zentraler Teil der EFA-Spezifikationen ist die mehrstufige Sicherheitsarchitektur, die das Fraunhofer Institut für Software- und Systemtechnik zusammen mit Datenschutzexperten der Bundesländer erarbeitet hat und gemeinsam mit ihnen kontinuierlich weiterentwickelt.

  • Sicherer Zugang: Die Zugänge zu den EFA-Netzwerken sind nach aktuellem Stand der Technik verschlüsselt. Bereits vor Anlage einer neuen EFA für einen Patienten gleicht das System die technischen Verbindungsdaten mit den namentlich genannten Ärzten und Einrichtungen ab und stellt die Übereinstimmung sicher.
  • dezentrale Speicherung: Die Patientenbezogenen Daten bleiben an ihrem ursprünglichen Ort gespeichert
  • Doppelte Zugriffsicherung: Es liegt in der Hand des Patienten, welchen Ärzten er Zugriff auf seine Elektronische FallAkte gewährt. Dazu dient beispielsweise ein Barcode auf dem Überweisungsschein: Er zeigt der mitbehandelnden Arztpraxis oder Klinik an, dass eine EFA existiert und von den dazu berechtigten Personen geöffnet werden kann.
  • Kontrolle: Anhand einer Zugriffsliste kann der Datenschutz-Verantwortliche überdies jederzeit nachprüfen, wer wann auf die EFA-Daten zugegriffen hat.
  • Einzelzugriff: Auch ein reiner Lese-Zugang – etwa für den Urlaub oder einen Notfall – ist möglich. Dafür erhält der Patient einen Zugangsschlüssel, etwa einen Barcode, den er dem Arzt übergeben kann.

Die technische Anbindung der Arztpraxen und Kliniken ist bereits über heute verfügbare Systeme problemlos möglich. Der Zugriff auf die Elektronische FallAkte kann unmittelbar über das Praxis- oder Klinikinformationssystem erfolgen, sofern dieses über eine EFA-Schnittstelle verfügt. Der Zugriff auf die Elektronischen FallAkten läuft über spezielle Provider. Eine Arztpraxis kann einen EFA-Zugang beispielsweise über das KV-SafeNet, das Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen realisieren.

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