So funktioniert EFA

Die FallAkte ist keine Dokumentensammlung, sondern ein strukturiertes Inhaltsverzeichnis, das alle zu dem Fall verfügbaren Dokumente auflistet: Das sind beispielsweise Befunde, Röntgenbilder, OP-Berichte, Entlassbriefe, Therapiepläne. Nur die vom Patienten autorisierten Ärzte dürfen auf diese Dokumente zugreifen. Die medizinischen Daten bleiben dezentral gespeichert, wo sie erstellt oder erhoben wurden.

Das EFA-Konzept basiert auf dem Grundsatz der Gleichberechtigung: Alle beteiligten Ärzte haben die gleiche Sicht auf den Fall; sie können sämtliche aufgelisteten Dokumente einsehen und aus der EFA heraus in ihre eigene Falldokumentation integrieren. Die Zugriffrechte erteilt der Patient; er kann sie auch widerrufen.

Weil die Elektronische FallAkte ausschließlich für die medizinische Kommunikation bestimmt ist, ermöglicht sie eine hohe fachliche Qualität der Informationen. Sie wird von den Ärzten geführt, die an der Behandlung des Patienten, seiner konkreten Erkrankung beteiligt sind.
Die Zugriffsrechte kann der Patient jederzeit erweitern oder - auch einzeln - widerrufen. So bleibt das Recht auf freie Arztwahl gewährleistet.

So wird eine EFA angelegt:

Der Arzt benötigt die schriftliche Zustimmung des Patienten. Das setzt eine gründliche Aufklärung über den Sinn und die Funktionsweise dieser Art der ärztlichen Kommunikation voraus.

Bereits bei der Anlage der EFA legt der Patient zudem fest, welche weiteren Ärzte auf die Daten zugreifen dürfen. Auch die Laufzeit der FallAkte ist von vornherein definiert, abhängig von der Art der Erkrankung.

Screenshots EFA

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Arbeiten mit der EFA

Mit der Einweisung/Überweisung zu den mitbehandelnden Ärzten erhält der Patient einen Code, beispielsweise in Form eines Barcodes auf dem Überweisungsschein. Dieser wird bei der Klinikaufnahme oder in der Arztpraxis eingelesen; er verweist auf die Existenz einer EFA und ermöglicht den berechtigten Ärzten, auf die FallAkte zuzugreifen.

Der behandelnde Arzt kann sich via EFA rasch einen Überblick über die vorangegangene Behandlung verschaffen. Dadurch ergeben sich für Ärzte und Patienten deutliche Vorteile:

  • aufwendige Doppeluntersuchungen entfallen
  • die Behandlung kann stets zeitnah und stringent fortgeführt werden. Unnötige Wartezeiten, etwa auf Befunde oder den Entlassbericht, entfallen, und auch der Patient ist nicht mehr selbst gefordert, seine Befunde von Arzt zu Arzt oder von Einrichtung zu Einrichtung mitzubringen.
  • In einem Notfall oder im Urlaub kann die EFA den Ärzten wichtige Informationen zur aktuellen Erkrankung zugänglich machen.
  • Die Entlassung nach Hause oder die Verlegung in andere Häuser lassen sich einfacher organisieren; hierfür müssen oftmals viele medizinische Informationen zeitnah und vollständig verfügbar sein.
  • Neue kooperative Behandlungsprozesse werden ermöglicht: Beispielsweise können sämtliche Befunde ambulant erhoben und Patienten bereits am Aufnahmetag operiert werden.
  • Der Arzt kann sich ganz auf den Patienten und die aktuell anstehenden medizinischen Schritte konzentrieren.
  • Der Arzt kann seine Patienten qualifizierter beraten, weil er selbst umfassend auch über Maßnahmen informiert ist, die andere Ärzte und Einrichtungen veranlasst haben.


Besonders komfortabel lässt sich die Arbeit mit der FallAkte gestalten, wenn eine standardisierte EFA-Schnittstelle fest in das Klinikinformations- oder Praxisverwaltungssystem integriert ist und wichtige Abläufe im IT-System hinterlegt sind - beispielsweise das elektronische Freigabe-Prozedere für Befunde und Arztbriefe. So entsteht ein sehr einfacher und effizienter Weg, elektronische FallAkten zu erstellen und zu pflegen und mit anderen Ärzten anderer Einrichtungen über die Behandlung gemeinsamer Patienten zu kommunizieren. Einige Softwarehersteller bieten solche komplett EFA-fähige Systeme und Lösungen serienmäßig an.

Darüber hinaus kann EFA konkrete Vorteile im Bereich der integrierten Versorgung bringen, weil die enge Zusammenarbeit zwischen Partnern im ambulanten und im stationären Bereich IT-seitig effizient unterstützt wird.

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