Pressemitteilung

EFA-Provider formieren sich

Startschuss für flächendeckende Verfügbarkeit: Mehrere Unternehmen wollen künftig FallAkten-Management und weitere EFA2.0-basierte Services anbieten 

Aachen / Berlin, 7. Mai 2015.

Anlässlich der conhIT 2015 haben drei Healthcare-IT-Unternehmen erklärt, sich als Provider Elektronischer FallAkten (EFA) am Markt aufzustellen: Die Healthcare IT-Solutions GmbH (Aachen), die RZV Rechenzentrum Volmarstein GmbH (bei Wetter an der Ruhr) und die FAC´T IT GmbH (Münster) wollen künftig für Kliniken, niedergelassene Ärzte und andere medizinische Leistungserbringer Service und Management Elektronischer FallAkten (EFA) sowie weitere Anwendungen auf Basis der EFA2.0-Spezifikationen anbieten. In Zusammenarbeit mit dem Verein Elektronische FallAkte e.V. und dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST in Dortmund wollen sich die drei Unternehmen zudem miteinander vernetzen, so dass die EFA-Dienste unabhängig vom jeweiligen Provider genutzt werden können. 

 

Ein weiterer Meilenstein für die flächendeckende Etablierung der Elektronische FallAkte im Gesundheitswesen ist erreicht: Der vom EFA-Verein entwickelte, anwendergetriebene Standard für die fallbezogene intersektorale Kommunikation wurde seit der Erstellung der
ersten IT-Spezifikationen bereits in Dutzenden Projekten auf technische wie organisatorische Umsetzbarkeit erprobt und hat darüber hinaus seinen medizinischen Nutzen in unterschiedlichsten sektorübergreifenden Versorgungsszenarien unter Beweis gestellt. Mit dem Markteintritt von gleich drei EFA-Providern steht jetzt die Etablierung der FallAkten in weiteren Regionen und somit ihr breiter Einsatz in Krankenhäusern und Arztpraxen in der Fläche an. „Das ist eine gute Entwicklung”, begrüßt Reimund Siebers, Unternehmens- und Projektentwickler des Städtischen Krankenhauses Maria-Hilf Brilon und Vorstands­mitglied des EFA-Vereins, diesen Schritt: „Ich erwarte, dass sich für Leistungserbringer im Gesundheitswesen rasch ein florierender Markt an IT-Dienstleistungen rund um das Thema FallAkte entwickeln wird und hoffe darüber hinaus, dass EFA-Dienste bald flächendeckend in ganz Deutschland verfügbar sind.” Die künftigen EFA-Provider setzen bei ihren Dienstleistungen auf EFA2.0: Diese auf internationalen Standards (IHE) beruhenden Spezifikationen hat der Verein Elektronische FallAkte zusammen mit dem Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) entwickelt. Seit 2014 liegt damit für Anwender wie für auch Hersteller von Healthcare-IT-Lösungen ein offener und zukunftssicherer Kommunikationsstandard für die intersektorale Versorgung vor.

Provider kooperieren – für überregionale EFA-Services

Grundsätzlich ist die Nutzung von FallAkten nicht an einen bestimmten Provider gebunden: Sämtliche behandelnden Ärzte und Einrichtungen, die von einem gemeinsamen Patienten eine Zugangs­berechtigung erhalten haben, können mit der jeweiligen FallAkte arbeiten – unabhängig davon, über welchen Dienstleister sie ihren EFA-Zugang realisieren. Die infrastrukturelle Basis hierfür soll eben­falls in den nächsten Monaten entstehen: Die drei künftigen EFA-Provider haben verabredet, die Schnittstellen für eine Provider-übergreifende Kommunikation umzusetzen. Erst­mals werden damit die in EFA 2.0 definierten Peer2Peer-Spezifikationen in vollem Umfang realisiert. Das Fraunhofer ISST hat seine technische Unterstützung bereits zugesichert. Für die Implementie­rungsphase bilden die drei Unternehmen eine gemeinsame Arbeitsgruppe, die vom EFA-Verein moderiert wird.

 

 

Über EFA und den Verein Elektronische FallAkte e.V.

Die Elektronische FallAkte ist eine IHE-konforme Kommunikationsplattform (ab EFA2.0) zu einem medizinischen Fall eines Patienten. Sie unterstützt die Kooperation zwischen den an der Behandlung beteiligten Ärzten im ambulanten und stationären Bereich und bietet bei Bedarf einen raschen Zugriff auf benötigte Dokumente (etwa Arztbriefe, Befunde, OP-Berichte, Verordnungen). So können sich behandelnde Ärzte stets einen aktuellen Überblick über den bisherigen Behandlungsverlauf verschaffen. Vom Konzept her ist die Elektronische FallAkte besonders darauf ausgelegt, komplexe Behandlungsabläufe zu unterstützen. Die EFA-Spezifikationen sind offen zugänglich und lizenzfrei nutzbar. Somit bietet sich EFA als vielfältig einsetzbarer, medienübergreifender Standard für die IT-gestützte Kommunikation im Gesundheitswesen an.

Der Verein elektronische FallAkte ist eine Interessengemeinschaft von derzeit 30 Mitgliedern aus renommierten privaten Klinikketten, Universitätsklinika, kommunalen Krankenhäusern, Ärztenetzen sowie den wesentlichen Verbänden des stationären und niedergelassenen Sektors. Ziel ist es, gemeinsam einen einheitlichen Kommunikationsstandard zu etablieren. Weitere Infos unter:  http://www.fallakte.de

 

Zur FAC´T IT GmbH in Münster

Die mehr als 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens verantworten die Informationstechnologie von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, vom computergestützten Operieren über die elektronische Patientenakte bis zum virtuellen Krankenhaus. Als Spezialist für IT und Nachrichtentechnik im Gesundheitswesen verfügt FAC´T IT über langjährige Erfahrungen und profunde Prozesskenntnisse, um einen sicheren und hochverfügbaren Betrieb von Hard- und Software, internen wie externen Netzwerken und diversen Kommunikationsschnittstellen zu gewährleisten. Zum Unternehmen gehört ein großes, modernes, redundant ausgerüstetes Rechenzentrum in Bremen mit bislang 11 angeschlossenen Häusern. FAC´T IT betreibt Serverhosting für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, verantwortet die medizinische EDV-Koordination sowie die digitale Archivierung. Die maßgeschneiderte Erarbeitung von Workflows im Unternehmen sowie die Konzeption von Lösungen zur Digitalisierung von Prozessen zählt zu den Kernkompetenzen.

 

Zur RZV Rechenzentrum Volmarstein GmbH

Die RZV GmbH ist ein moderner IT-Dienstleister mit Hauptsitz in Volmarstein bei Wetter an der Ruhr. 650 Einrichtungen aus dem Gesundheitswesen, dem sozialen und öffentlichen Bereich nutzen die kompetente Beratung und die Dienstleistungen des hochmodern ausgestatteten Rechenzentrumsbetreibers. Das Portfolio der RZV GmbH beinhaltet sämtliche SAP-Lösungen für das Gesundheitswesen im Zusammenspiel mit dem klinischen System MCC der Meierhofer AG, ein SAP-qualifiziertes Klientenmanagement für soziale Einrichtungen sowie ein innovatives Personalwirtschaftssystem mit KIDICAP.

 

Zur Healthcare IT-Solutions GmbH

Die Healthcare IT Solutions GmbH wurde im März 2010 als 100-prozentiges Tochterunternehmen des Universitätsklinikums Aachen gegründet. Sie widmet sich der Entwicklung, Vermarktung und dem Betrieb IT-gestützter Lösungen, mit denen sich stationäre, ambulante und sektorübergreifende Behandlungsprozesse möglichst effizient gestalten lassen. Im Fokus stehen Telematikanwendungen und Mehrwertdienste im Gesundheitswesen, speziell rund um die Elektronische FallAkte (EFA).

 

Kontakt:

 Volker Lowitsch
1. Vorsitzender EFA-Verein
c/o Universitätsklinikum Aachen
Pauwelsstraße 30 * 52074 Aachen
Tel.: +49 (241) 80-88567
Fax: +49 (241) 80-82473
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