Pressemitteilung

EFA bringt echte Interoperabilität im Gesundheitswesen

conhIT 2015: Versorgungsnetze, Medikationsplan, Zweitmeinung – neue Features und FallAkten-Anwendungen setzen auf EFA2.0
Aachen / Berlin, 26. März 2015.

In Halle 2.2, Stand B105 können sich Fachbesucher auf der conhIT vom 14. bis 16. April 2015 über neueste Entwicklungen und Anwendungen rund um die Elektronische FallAkte (EFA) informieren: Gemeinsam mit den Fraunhofer-Instituten für Software- und Systemtechnik ISST aus Dortmund und für Offene Kommunikationssysteme FOKUS aus Berlin sowie dem Universitätsklinikum Aachen präsentiert der Verein Elektroni­sche FallAkte e.V. auf der europaweit größten Fachmesse für Gesundheits-IT in Berlin aktuelle Projekte aus vielen Einsatzbereichen, darunter Intensivmedizin, Palliativversor­gung, Kinder- und Jugendmedizin oder Geriatrie. Außerdem werden EFA-basierte Mehrwertanwendungen wie etwa ein Medikationstool vorgestellt.

„Mit EFA 2.0 steht uns jetzt eine technologische Basis zur Verfügung, die komplett in das international etablierte IHE-System eingebunden ist und auch parallel mit den IHE-Standards weiterentwickelt wird“, betont Volker Lowitsch, 1. Vorsitzender des EFA-Vereins und Leiter des Geschäftsbereichs IT am Universitätsklinikum Aachen. Damit könne sich der Verein jetzt verstärkt auf die Anwenderseite konzentrieren: „Wir zeigen, wie EFA-Lösungen durch die gesamte Behandlungskette, über Einrichtungsgrenzen hinweg und unabhängig von den verwendeten IT-Systemen, die beteiligten Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten bei der Versorgung ihrer Patienten effizient unterstützen.“ Die zur conhIT vorgestellten Projekte demonstrieren, wie echte Interoperabilität im Gesundheitswesen unter Alltagsbedingungen funktioniert. Darüber hinaus werden neue EFA-basierte Tools präsentiert, die für Patienten und Therapeuten ohne zusätzlichen Aufwand einen realen Mehrnutzen bringen sollen. Das EFA-Medikationstool beispielsweise geht über die im E-Health-Gesetz definierten Mindestanforderungen noch hinaus.

In vielen Gesundheitseinrichtungen in Deutschland sei IHE gerade erst angekommen, sagt Dr. Wolfgang Deiters, der beim Fraunhofer ISST die EFA-Entwicklungen verantwortet. Dennoch hätten etliche Hersteller EFA-Schnittstellen in ihren IT-Systemen bereits vorgesehen. „Leider ist nicht alles, was Fallakte genannt wird, wirklich interoperabel“, so Dr. Deiters weiter. „Anwender sollten daher bei ihren IT-Investitionen darauf achten, dass die Systeme, etwa für Arzt-Arbeitsplätze, bestimmte Mindestanforderungen erfüllen.“ Die vom EFA-Verein getragenen Spezifikationen, in der aktuellen Version 2.0, seien bislang die einzige verfügbare Lösung, die echte Interoperabilität – einen Austausch medizinischer Daten hoher Strukturqualität – und die strikten Anforderungen des deutschen Datenschutzrechts miteinander verbindet. „Auf Antrag der Hersteller prüfen wir, ob ihre System-Schnittstellen diese Anforderungen erfüllen“, sagt Dr. Deiters. Einige Hersteller haben den Konformitätsnachweis bereits erhalten, weitere Prüfungen laufen noch. Eine aktuelle Liste mit allen derzeit verfügbaren, auf EFA2.0-Konformität geprüften Systemen finden Interessenten unter www.fallakte.de

 

Über EFA

Die Elektronische FallAkte ist eine IHE-konforme* Kommunikationsplattform für Ärzte zu einem medizinischen Fall eines Patienten. Sie unterstützt die Kooperation zwischen den an der Behandlung beteiligten Ärzten im ambulanten und stationären Bereich und bietet bei Bedarf einen raschen Zugriff auf benötigte Dokumente (etwa Arztbriefe, Befunde, OP-Berichte, Verordnungen). So können sich behandelnde Ärzte stets einen aktuellen Überblick über den bisherigen Behandlungsverlauf verschaffen. Vom Konzept her ist die Elektronische FallAkte besonders darauf ausgelegt, komplexe Behandlungsabläufe zu unterstützen.

Die EFA-Spezifikationen haben die Fraunhofer-Institute für Software- und Systemtechnik (ISST) und für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS), mit Unterstützung der Deutschen Krankenhausgesellschaft, im Auftrag einer Reihe von Kliniken entwickelt und gemeinsam mit Software- und Systemherstellern sowie Anwendern aus dem stationären und dem ambulanten Sektor anwendungsreif gemacht. Sie sind offen zugänglich und lizenzfrei nutzbar. Somit bietet sich EFA als vielfältig einsetzbarer, medienübergreifender Standard für die IT-gestützte Kommunikation im Gesundheitswesen an.

*ab Version EFA 2.0

Zum Verein Elektronische FallAkte:

Der Verein ist eine Interessengemeinschaft von derzeit 30 Mitgliedern aus renommierten privaten Klinikketten, Universitätsklinika, kommunalen Krankenhäusern, Ärztenetzen sowie den wesentlichen Verbänden des stationären und niedergelassenen Sektors. Ziel ist es, gemeinsam einen einheitlichen Kommunikationsstandard zu etablieren. Weitere Infos unter:  http://www.fallakte.de

 

Kontakt:

 Volker Lowitsch
1. Vorsitzender EFA-Verein
c/o Universitätsklinikum Aachen
Pauwelsstraße 30 * 52074 Aachen
Tel.: +49 (241) 80-88567
Fax: +49 (241) 80-82473
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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