Pressemitteilung

Mehr EFA für alle

Neue Projekte, mehr Services: Verein Elektronische FallAkte e. V. stellt Vorstand breiter auf

                                                                

Aachen, 31. Juli 2014.
Der Verein Elektronische FallAkte e.V. stellt sich breiter auf: Angesichts der anstehenden Herausforderungen bei der Schaffung einer flächendeckenden, sektorenübergreifenden IT-Infrastruktur im deutschen Gesundheitswesen wurde der Vorstand auf insgesamt acht Mitglieder erweitert. Mithilfe EFA-basierter Netzwerke sollen neue Kooperationsmodelle entwickelt und effiziente Formen der integrierten Versorgung etabliert werden, unter anderem im Bereich Geriatrie. Auch der weitere Ausbau des EFA-Standards und der IHE-Profile unter Datenschutzaspekten steht auf der Agenda. Für eine effiziente und zeitgemäße, IT-gestützte Kooperation aller Leistungserbringer, die an der Behandlung eines Patienten beteiligt sind, sollen unter anderem Tools und Services etwa zur einrichtungsübergreifenden Terminvergabe entwickelt werden.
 
 
Neue Mitglieder im EFA-Vorstand sind Reimund Siebers (Leitung Unternehmens- und Projektentwicklung, Städtisches Krankenhaus Maria-Hilf gGmbH, Brilon), Katja Kümmel (Leitung Geschäftsbereich IT, Universitätsklinikum Münster) sowie Mario Kusig (Projektmanager am Medizinischen Rechenzentrum, Universitätsklinikum Dresden). Mario Kusig tritt im Vereinsvorstand die Nachfolge von Dierk Müller an, der im Vorjahr durch Arbeitgeberwechsel ausgeschieden war. „Damit ist die Bandbreite an Einrichtungen, die der Vorstand repräsentiert, noch weiter gewachsen", resümiert Volker Lowitsch, Leiter Geschäftsbereich IT am Universitätsklinikum Aachen und 1. Vorsitzender des Vereins. Mit Dr. Michael Masanneck (Ärztenetz Mittelahr), Uwe Pöttgen (Malteser Organisation), Dirk Herzberger (Helios Kliniken GmbH) und Dr. Winfried Seibert (Städtisches Klinikum München) bringt der Vereinsvorstand die Perspektiven von Kliniken unterschiedlicher Trägerschaft wie auch von niedergelassenen Ärzten in die Projektarbeit ein. „EFA ist nicht nur ein technologischer Standard, sondern steht auch für zukunftweisende Kooperationen im Gesundheitswesen", betont Lowitsch.
 
Neue Kooperationsmodelle im Aufbau
Die Entwicklung neuartiger Kooperationsformen im Gesundheitswesen will Reimund Siebers vom Städtischen Krankenhaus Brilon forcieren: „Nur so können wir die Versorgung in der Fläche auch in Zukunft sicherstellen. Unser Haus treibt diese Entwicklungen seit Jahren voran. Wir sind eng mit niedergelassenen Ärzten verschiedenster Fachrichtungen vernetzt. Das ist ein ganz wichtiger Aspekt für unsere Patienten." Mithilfe der Elektronischen Fallakte wird derzeit ein Geriatrie-Netzwerk aufgebaut, das im Verbund mit Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten die Versorgung hochbetagter Patienten sicher¬stellen kann. Partner sind unter anderem das Fraunhofer Institut für Software- und Systemtechnik Dortmund sowie der Qualitätsverbund Geriatrie Nordwestdeutschland. „Die Menschen möchten möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld leben, und das lässt sich im ländlichen Raum nur realisieren, wenn Klinik, Hausarzt, Fachärzte und Pflegedienste – und perspektivisch auch weitere Professionen wie etwa Apotheker – eng miteinander kooperieren", betont Siebers. „Genau solche neuen Modelle brauchen wir in Zukunft auch in anderen vielen Bereichen, etwa in der Onkologie. Die Elektronische FallAkte auf Basis der IHE-Profile sehen wir dafür als die geeignete technologische Infrastruktur an."
Letztlich gehe es darum, eine effiziente, patientenorientierte IT-Struktur im Gesundheitswesen zu schaffen, fügt Volker Lowitsch hinzu. Mit der FallAkte Plus steht unter anderem in Aachen bereits ein EFA-Dienst zur Ver¬fügung, der bundesweit über das sichere Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen KV SafeNet nutzbar ist und überdies als Musterlösung für ähnliche Providermodelle dient. Über elektronische FallAkten sind hier mittlerweile zahlreiche einrichtungsübergreifende Versorgungsprozesse organisiert.
 
Flächendeckende EFA-Netze und neue Services
Ähnliche IT-Prozesse wollen auch die Universitätsklinika Dresden und Münster aufbauen. „Zunächst geht es uns darum, bereits bestehende Kooperationen und Netzwerke des Universitätsklinikums Dresden dahingehend zu prüfen, ob mit einer gemeinsamen EFA-Basis Vorteile und Synergien erreicht werden können.", sagt der Dresdner IT-Experte Mario Kusig. „Die Möglichkeiten, die moderne Informationstechnologien bieten, sind im Gesundheitswesen noch lange nicht ausgeschöpft." Am Universitätsklinikum Dresden werde bereits seit einiger Zeit die papiergebundene Patientenakte durch eine durchgängig elektronische Datenhaltung in der Patientenversorgung ersetzt. Hier seien in Zukunft auch Prozessverbesserungen bei der Kommunikation durch die Nutzung der Elektronischen FallAkte möglich.
Auch am Universitätsklinikum Münster wird derzeit das Patientendatenmanagement umgestellt. „EFA-Netzwerke helfen uns, Kooperationen mit anderen Kliniken und niedergelassenen Ärzten effizienter zu gestalten", sagt Katja Kümmel. „Dazu müssen sie perspektivisch noch mehr Service und nutzbringende Tools bieten, zum Beispiel wollen wir Terminvergabesysteme etablieren, die auch medizinische Prioritäten berücksichtigen." Die IT-Leiterin ist davon überzeugt, dass mit solchen Details auch die Akzeptanz bei den Ärzten weiter steigen wird. „Die technischen Möglichkeiten sind jedenfalls noch lange nicht ausgereizt."
 

Zum Verein Elektronische FallAkte:
Der Verein ist eine Interessengemeinschaft von derzeit 30 Mitgliedern aus renommierten privaten Klinikketten, Universitätsklinika, kommunalen Krankenhäusern, Ärztenetzen sowie den wesentlichen Verbänden des stationären und niedergelassenen Sektors. Ziel ist es, gemeinsam einen einheitlichen Kommunikationsstandard zu etablieren.


Ansprechpartner: Volker Lowitsch, Verein Elektronische FallAkte e.V., c/o Universitätsklinikum Aachen, Pauwelsstraße 30, 52074 Aachen, Telefon: 0241 / 80-8 987, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Weitere Infos:  http://www.fallakte.de

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