Pressemitteilung

Musterlösung für ambulante palliative Versorgungsnetze

conhIT 2014: EFA2.0-basierte Anwendungen gestalten integrierte Versorgung effizient

                                                                

Aachen/Berlin, 28. April 2014.
Wie sich Netzwerke der integrierten Versorgung mit dem IHE-basierten Standard EFA 2.0 effizient gestalten lassen, ist Thema der conhIT vom 6. bis 8. Mai 2014 in Berlin: Zum europaweit größten Treffen der Healthcare-IT-Branche präsentiert der Verein Elektronische FallAkte e.V in Halle 2.2, Stand C-110 den interessierten Fachbesuchern ein EFA-Provider-System am Beispiel eines Palliative Care-Netzwerks in Nordrhein-Westfalen. Der Prototyp wurde gemeinsam mit den Fraunhofer-Instituten für Software- und Systemtechnik (ISST) in Dortmund und für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) in Berlin sowie mit mehreren Healthcare-IT-Herstellern entwickelt. Zudem werden erste marktreife IT-Systeme mit EFA 2.0-Konformitätsnachweis vorgestellt.
  Ambulante Palliativversorgung funktioniert nur, wenn alle Beteiligten zeitnah Zugriff auf aktuelle Informationen zu ihren Patienten haben. Denn Pflegedienste, Hausärzte und Spezialabteilungen in der Klinik arbeiten eng zusammen – sehen sich jedoch nur im Ausnahmefall. „In Netzwerken der integrierten Palliativversorgung werden die Patientenakten bislang häufig noch per Hand geführt", erklärt Volker Lowitsch, Leiter des Geschäftsbereichs IT am Universitätsklinikum Aachen und 1. Vorsitzender des EFA-Vereins. „Das birgt jedoch einige Fehlerquellen. In Aachen gehen wir darum einen anderen Weg. Gerade in solchen integrierten Versorgungsnetzwerken kommen die Vorzüge der Elektronischen FallAkte voll zum Tragen." Wichtige Informationen, etwa zur Schmerzmedikation oder zu aktuellen Interventionen in der Klinik, stehen über die Technik allen an der Versorgung Beteiligten zeitnah und vollständig elektronisch zur Verfügung. Gefördert wird das in Aachen und Umgebung angesiedelte Projekt „PaDoMo" (Palliative Doc Mobile) vom Land Nordrhein-Westfalen.
 

„Da das Grundprinzip eines integrierten Versorgungsnetzwerks mit EFA-Provider und EFA-Klienten jetzt herstellerübergreifend in EFA 2.0 – und somit auf Basis von IHE-Profilen – umgesetzt ist, lässt es sich für beliebige andere Anwendungen im Gesundheitswesen mit einem vergleichsweise geringen Investitionsaufwand adaptieren", ist Volker Lowitsch überzeugt. Voraussetzung sei, dass sämtliche Beteiligten über EFA 2.0-konforme Schnittstellen in ihren IT-Systemen an allen relevanten Arbeitsplätzen verfügten. Die entsprechenden FallAkte-Spezifikationen auf Basis von IHE-Profilen sind seit Herbst 2013 öffentlich verfügbar, sie wurden vom Verein und Fraunhofer in Kooperation mit dem bvitg Bundesverband Gesundheits-IT und IHE Deutschland entwickelt. „Erste Systemhäuser haben die neuen EFA-Schnittstellen und Module bereits in ausgewählten Produkten umgesetzt."

Erste Systeme EFA 2.0-konform

Dr. Jörg Caumanns vom Fraunhofer-Institut FOKUS verweist Hersteller und potenzielle Anwender auf den Konformitätsnachweis: „EFA ist keine geschützte Bezeichnung. Um sicherzugehen, dass ein System tatsächlich mit dem öffentlichen Kommunikationsstandard kompatibel ist, sollte der Hersteller einen von unabhängiger Seite bestätigten Nachweis vorlegen können." Seit April bietet der EFA-Verein in Zusammenarbeit mit dem Institut die erforderlichen Prüfungen dazu an, der Konformitätsnachweis und das Verfahren sind momentan für die IT-Hersteller kostenlos. Eine Übersicht über die nachweislich EFA 2.0-konformen Systeme gibt es ab der conhIT 2014 auf der Website des Vereins www.fallakte.de.

 

Zum Verein Elektronische FallAkte:
Der Verein ist eine Interessengemeinschaft von derzeit 30 Mitgliedern aus renommierten privaten Klinikketten, Universitätsklinika, kommunalen Krankenhäusern, Ärztenetzen sowie den wesentlichen Verbänden des stationären und niedergelassenen Sektors. Ziel ist es, gemeinsam einen einheitlichen Kommunikationsstandard zu etablieren.



Ansprechpartner: Volker Lowitsch, Verein Elektronische FallAkte e.V., c/o Universitätsklinikum Aachen, Pauwelsstraße 30, 52074 Aachen, Telefon: 0241 / 80-8 987, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Weitere Infos:  http://www.fallakte.de

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