Pressemitteilung

Spricht Ihr System EFA 2.0?

EFA-Verein und Fraunhofer bieten neuen Konformitätsnachweis für EFA-fähige Systeme auf Basis von IHE / Anmeldeverfahren für Hersteller läuft / erste Konformitätssiegel zur conhIT

                                                                

Aachen/Berlin, 8. April 2014.
Zum europaweit größten HealthCare-IT-Branchentreff, der conhIT im Mai 2014 in Berlin, haben zahlreiche Systemhersteller Produkte und Prototypen auf Basis von EFA 2.0 angekündigt. Der Verein Elektronische FallAkte e.V. empfiehlt Interessenten und Anwendern, auf einen offiziell bestätigten Konformitätsnachweis zu achten: Damit sei sichergestellt, dass die Systeme den aktuellen, IHE-basierten EFA-Standard unterstützen. EFA-Module und -Schnittstellen sind eigens für die herstellerunabhängige, sektorenübergreifende Kommunikation im Gesundheitswesen entwickelt worden.
 
 
Rund 2.000 Krankenhäuser und mehr als 130.000 niedergelassene Ärzte gibt es in Deutschland, sie alle tauschen sich über Befunde, Diagnosen oder Therapiepläne ihrer Patienten aus. Moderne IT-Systeme unterstützen diese Kommunikation effizient. Als Synonym für den datenschutz-konformen und sicheren Informationsaustausch über System- und Sektorengrenzen hinweg steht die Elektronische FallAkte (EFA). „Allerdings ist das keine geschützte Bezeichnung", erläutert Volker Lowitsch, Leiter des Geschäftsbereichs IT am Universitätsklinikum Aachen und 1. Vorsitzender des EFA-Vereins. „Viele Hersteller werben mittlerweile damit, dass ihre Systeme EFA-fähig seien. Auf der sicheren Seite sind die Nutzer, wenn sie auf einen offiziellen Konformi-tätsnachweis achten." Dafür bietet der Verein gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) entsprechende Prüfverfahren an.
 
„Erste Anmeldungen liegen uns bereits vor", sagt Projektleiter Dr. Jörg Caumanns vom Fraunhofer FOKUS. „Damit können einige Hersteller ihren Kunden bereits Anfang Mai zur conhIT 2014 den Nachweis vorlegen, dass ihre Produkte dem öffentlichen Standard entsprechen." Erst im Herbst 2013 hatte das Entwicklerteam die Spezifikationen von EFA 2.0, die auf IHE-Profilen basieren, zur lizenz- und kostenfreien Nutzung veröffentlicht. Für den Konformitätsnachweis müssen die Hersteller eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen, er gilt zunächst befristet. Eine aktuelle Übersicht über sämtliche Produkte, welche die Erstprüfung erfolgreich durchlaufen haben, veröffentlicht der EFA-Verein in Kürze auf seiner Website www.fallakte.de.

Perspektivisch wird der Konformitätsprozess noch ausgeweitet: Voraussichtlich ab Mai 2014 steht bei Fraunhofer ein EFA 2.0-Referenzsystem zur Verfügung. Damit können die verschiedenen Systeme – für EFA-Anwender in Kliniken und Praxen ebenso wie für Provider – anhand beispielhafter Behandlungsprozesse unter praxisnahen Bedingungen im realen Zusammenwirken getestet werden.
 
 
Über EFA:
Die Elektronische FallAkte ist eine IHE-konforme* Kommunikationsplattform für Ärzte zu einem medizinischen Fall eines Patienten. Sie unterstützt die Kooperation zwischen den an der Behandlung beteiligten Ärzten im ambulanten und stationären Bereich und bietet bei Bedarf einen raschen Zugriff auf benötigte Dokumente (etwa Arztbriefe, Befunde, OP-Berichte, Verordnungen). So können sich behandelnde Ärzte stets einen aktuellen Überblick über den bisherigen Behandlungsverlauf verschaffen. Vom Konzept her ist die Elektronische FallAkte besonders darauf ausgelegt, komplexe Behandlungsabläufe zu unterstützen.
Die EFA-Spezifikationen hat das Fraunhofer Institut für Software- und Systemtechnik, mit Unterstützung der Deutschen Krankenhausgesellschaft, im Auftrag einer Reihe von Kliniken entwickelt und gemeinsam mit Software- und Systemherstellern sowie Anwendern aus dem stationären und dem ambulanten Sektor anwendungsreif gemacht. Sie sind offen zugänglich und lizenzfrei nutzbar. Somit bietet sich EFA als vielfältig einsetzbarer, medienübergreifender Standard für die IT-gestützte Kommunikation im Gesundheitswesen an.
*ab Version EFA 2.0
 

Zum Verein Elektronische FallAkte:
Der Verein ist eine Interessengemeinschaft von derzeit 30 Mitgliedern aus renommierten privaten Klinikketten, Universitätsklinika, kommunalen Krankenhäusern, Ärztenetzen sowie den wesentlichen Verbänden des stationären und niedergelassenen Sektors. Ziel ist es, gemeinsam einen einheitlichen Kommunikationsstandard zu etablieren.



Ansprechpartner: Volker Lowitsch

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