Pressetext

Elektronische FallAkte: Mehr Komfort, weniger Aufwand

Auf der conhIT 2013 werden neue, anwendungsreife EFA-Services für Ärzte, effizientere FallAkten-Lösungen für Kliniken und Netzbetreiber vorgestellt

Aachen/Dortmund/Berlin, 22. März 2013
Die Vernetzung von Arzt-Arbeitsplatzsystemen verschiedener Hersteller via Elektronische FallAkten (EFA) und EFA-Lösungen „für die Kitteltasche“ stehen im Fokus der diesjährigen conhIT vom 9. bis 11. April auf dem Berliner Messegelände: Der Verein Elektronische FallAkte e. V. und die Fraunhofer-Institute für Software- und Systemtechnik ISST aus Dortmund sowie für Offene Kommunikations-systeme FOKUS aus Berlin stellen Prototypen einer innovativen Providerlösung sowie einer EFA-App für Ärzte vor (Halle 2.2, Stand C-111). Einer breiten Fachöffentlichkeit wird zudem EFA 2.0 präsentiert: In dieser Neufassung ist der Standard für sektorübergreifende Kommunikation erstmals voll kompatibel zu den international verbreiteten IHE-Spezifikationen (Integrating the Healthcare Enterprise).

 „EFA war von Anfang an interoperabel und systemübergreifend, erste Implementierungen und Anwendungslösungen stellen dies unter Beweis“, sagt Volker Lowitsch, 1. Vorsitzender des EFA-Vereins und Bereichsleiter IT am Universitätsklinikum Aachen: „Auf der Messe zeigen wir, wie die Anbindung von Praxis- und Kliniksystemen verschiedener großer IT-Hersteller aus Ärztesicht komfortabel funktioniert.“ In dem Messemodell mit mehreren bedienbaren Terminals sind Arzt-Arbeitsplatzsysteme von Compugroup und Duria (ambulant) sowie von Siemens (stationär)  eingebunden. Besucher können einen typischen Behandlungspfad mit Krankenhauseinweisung und Übermittlung von Medikationsdaten, stationärer Phase und Entlassung zur weiteren ambulanten Therapie nachvollziehen. Ein Prototyp dieser Providerlösung läuft bereits im Echtbetrieb bei der Healthcare IT Solutions GmbH, einer Tochter des Universitätsklinikums Aachen.

 

Aktuelle Informationen direkt am Patientenbett

Ein weiteres zentrales Thema auf dem EFA-Stand sind mobile EFA-Services: Via Smartphone oder Tablet-Computer können Ärzte wichtige Informationen aus der FallAkte unterwegs und direkt am Patientenbett einsehen. „Das spart im Zweifelsfall viel Zeit, die der Arzt beim Patienten statt am IT-Terminal verbringt“, verweist Lowitsch auf ein wichtiges Argument. „Entscheidend für den Erfolg solcher neuen Lösungen ist oftmals, wie gut sie die Ärzte annehmen und im Alltag nutzen. Ähnliche Apps zur Unterstützung klinischer Abläufe sind im Universitätsklinikum Aachen sehr gut akzeptiert worden.“ Perspektivisch sollen für die mobilen EFA-Lösungen neue Anwendungsfelder auch im ambulanten Bereich erschlossen werden, etwa bei der Betreuung von Palliativ-Patienten direkt am häuslichen Krankenbett: „Mittels EFA und mobiler Vernetzung laufen dann wichtige medizinische Informationen auch bei arbeitsteiliger Betreuung direkt am Patientenbett zusammen“, so Dr. Wolfgang Deiters vom Fraunhofer ISST.

 

EFA 2.0 – Die FallAkte spricht IHE

Gemeinsam mit dem bvitg – Bundesverband der Gesundheits-IT in Deutschland – und dem Verein IHE Deutschland hat der EFA-Verein zudem die Spezifikationen des EFA-Standards IHE-kompatibel weiterentwickelt. Das Ergebnis heißt EFA 2.0 und wird auf der conhIT am 9. April 2013 von 14.30 bis 15.30 Uhr auf der Networking-Fläche, Halle 1.2 von Experten in einer Podiumsdiskussion den interessierten Besuchern vorgestellt. Für IT-Hersteller und Systembetreiber erleichtert diese Ergänzung die serienmäßige Integration von EFA-Schnittstellen in sämtliche Systeme.

 

Über EFA

Die Elektronische FallAkte ist eine Kommunikationsplattform für Ärzte zu einem medizinischen Fall eines Patienten. Sie unterstützt die Kooperation zwischen den an der Behandlung beteiligten Ärzten im ambulanten und stationären Bereich und bietet bei Bedarf einen raschen Zugriff auf benötigte Dokumente (etwa Arztbriefe, Befunde, OP-Berichte, Verordnungen). So können sich behandelnde Ärzte stets einen aktuellen Überblick über den bisherigen Behandlungsverlauf verschaffen. Vom Konzept her ist die Elektronische FallAkte besonders darauf ausgelegt, komplexe Behandlungsabläufe zu unterstützen.

Die EFA-Spezifikationen hat das Fraunhofer Institut für Software- und Systemtechnik, mit Unterstützung der Deutschen Krankenhausgesellschaft, im Auftrag einer Reihe von Kliniken entwickelt und gemeinsam mit Software- und Systemherstellern sowie Anwendern aus dem stationären und dem ambulanten Sektor anwendungsreif gemacht. Sie sind offen zugänglich und lizenzfrei nutzbar. Somit bietet sich EFA als vielfältig einsetzbarer, medienübergreifender Standard für die IT-gestützte Kommunikation im Gesundheitswesen an.

Zum Verein Elektronische FallAkte:

Der Verein ist eine Interessengemeinschaft von derzeit 30 Mitgliedern aus renommierten privaten Klinikketten, Universitätsklinika, kommunalen Krankenhäusern, Ärztenetzen sowie den wesentlichen Verbänden des stationären und niedergelassenen Sektors. Ziel ist es, gemeinsam einen einheitlichen Kommunikationsstandard zu etablieren. Weitere Infos unter: http://www.fallakte.de

 

Kontakt: Volker Lowitsch, c/o Universitätsklinikum Aachen, Pauwelsstraße 30, 52074 Aachen, Tel.: +49 (241) 80-88567, Fax: +49 (241) 80-82473, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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