Pressetext

EFA: Sicherer Zugang für ambulante Ärzte

Zertifizierte EFA-Dienste über KV-SafeNet verfügbar

Aachen, 4.Februar 2013
Mit Asklepios bietet jetzt ein weiteres EFA-Mitglied einen Zugang zu Elektronischen FallAkten (EFA) über KV-SafeNet, das sichere Datennetz der Kassenärztlichen Vereinigungen (KBV). Damit kommt der Verein Elektronische FallAkte e.V. seinem Ziel, EFA-Dienste bundesweit flächendeckend und systemübergreifend verfügbar zu machen, einen großen Schritt näher. Bereits seit Herbst 2010 ist die Aachener EFA-Plattform FallAkte Plus ebenfalls als zertifizierter Mehrwertdienst über KV-SafeNet verfügbar.


"Das KV-SafeNet und EFA passen gut zusammen", sagt Volker Lowitsch, 1. Vorsitzender des EFA-Vereins und Leiter des Geschäftsbereichs IT am Universitätsklinikum Aachen (UKA), "die bundesweit verfügbare, sichere IT-Infrastruktur für niedergelassene Ärzte und der IT-Standard, der den Informationsaustausch von kooperierenden Ärzten zu ihren Patienten unabhängig von den verwendeten IT-Systemen unterstützt." Bereits 2010 habe die KBV den ersten EFA-Diensteanbieter für ihr sicheres Datennetz zertifiziert: FallAkte Plus heißt die EFA-Plattform der Hit Solutions GmbH, einer Tochterfirma für IT-Dienstleistungen des Universitätsklinikums Aachen. "Im Vordergrund steht bei uns die Vernetzung mit anderen Kliniken, wie etwa beim Traumanetzwerk", schildert Dr. Silke Haferkamp, die als Bereichsleiterin Klinische und Kaufmännische IT-Systeme am UKA für IT-gestützte Kooperationen verantwortlich zeichnet. "In unser EFA-Netzwerk, etwa im Bereich Kardiologie, sind ambulante Fachärzte mit eingebunden. Sie nutzen das KV-SafeNet als sicheren Zugang zu den relevanten im Universitätsklinikum angefallenen Behandlungsdaten ihrer Patienten. Prinzipiell steht unser Angebot - nach vorheriger Anmeldung - allen niedergelassenen Ärzten und Kliniken offen." Über die FallAkte erhalten die beteiligten Ärzte einen Überblick über den bisherigen Behandlungsverlauf des Patienten und können wichtige Dokumente ihrer Kollegen, wie Arztbriefe, OP-Berichte oder Therapiepläne einsehen. Nach drei Jahren Laufzeit steht im Herbst 2013 die Rezertifizierung von FallAkte Plus durch die KBV an, die Vorbereitungen dafür laufen bereits.

 

Weitere EFA-gestützte kooperative Versorgungskonzepte sind derzeit im Aufbau, die neben niedergelassenen Ärzten auch andere ambulante Gesundheitsdienstleistungen, wie etwa Pflegedienste und Apotheken, mit einbinden. Als Beispiel nennt Volker Lowitsch das geplante Palliativnetz in Aachen: "Aus Sicht der Patienten bringt es viele Vorteile, wenn alle an ihrer Betreuung Beteiligten - Klinik, Hausarzt, Pflegedienst, Apotheke - via EFA immer auf dem aktuellen Stand sind, etwa über die Medikation. Dafür kommen in diesem Fall mobile Endgeräte zum Einsatz." Einen weiteren Schub für effiziente Kooperation erwartet er durch die serienmäßige Einbindung von EFA-Schnittstellen in sämtliche Arzt-Arbeitsplatzsysteme in Praxissoftware und Kliniken. 

Über EFA

Die Elektronische FallAkte ist eine Kommunikationsplattform für Ärzte zu einem medizinischen Fall eines Patienten. Sie unterstützt die Kooperation zwischen den an der Behandlung beteiligten Ärzten im ambulanten und stationären Bereich und bietet bei Bedarf einen raschen Zugriff auf benötigte Dokumente (etwa Arztbriefe, Befunde, OP-Berichte, Verordnungen). So können sich behandelnde Ärzte stets einen aktuellen Überblick über den bisherigen Behandlungsverlauf verschaffen. Vom Konzept her ist die Elektronische FallAkte besonders darauf ausgelegt, komplexe Behandlungsverläufe zu unterstützen.

Die EFA-Spezifikationen hat das Fraunhofer Institut für Software- und Systemtechnik, mit Unterstützung der Deutschen Krankenhausgesellschaft, im Auftrag einer Reihe von Kliniken entwickelt und gemeinsam mit Software- und Systemherstellern sowie Anwendern aus dem stationären und dem ambulanten Sektor anwendungsreif gemacht. Sie sind offen zugänglich und lizenzfrei nutzbar. Somit bietet sich EFA als vielfältig einsetzbarer, medienübergreifender Standard für die IT-gestützte Kommunikation im Gesundheitswesen an.

Verein Elektronische FallAkte e. V.

Der Verein Elektronische FallAkte e. V. ist eine Interessensgemeinschaft von derzeit 30 Mitgliedern – renommierten privaten Klinikketten, Universitätsklinika, kommunalen Krankenhäusern, Ärztenetzen sowie wesentlichen Verbänden des stationären und niedergelassenen Sektors. Ziel ist es, einen einheitlichen Kommunikationsstandard zu etablieren, der die Kooperation zwischen Ärzten im ambulanten und stationären Bereich bei der gemeinsamen Behandlung von Patienten unterstützt.

Ansprechpartner beim EFA-Verein: Volker Lowitsch c/o Universitätsklinikum Aachen, Tel.: 0241-80-88567, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Internet: www.fallakte.de

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