Pressetext

EFA: Viel Potenzial für interessante Anwendungen

Rückschau MEDICA 2012: Vernetzung aller Akteure im Gesundheitswesen steht auf der Tagesordnung / breiter Konsens zu EFA-Standard

Düsseldorf/Aachen, 20. November 2012
Neue Entwicklungen zur Elektronischen FallAkte und aktuelle Positionen der Akteure im Gesundheitswesen zum EFA-Standard zeigte die diesjährige MEDICA Mitte November in Düsseldorf: Auf dem weltweit größten Expertentreff der Medizinbranche stellte der Verein Elektronische FallAkte e.V. unter anderem EFA-Lösungen für mobile Endgeräte vor. In den Fachforen zur Health IT zeigte sich zudem eine breite Akzeptanz des EFA-Standards, dem Experten viel Potenzial für interessante, nutzbringende Anwendungen in den nächsten Jahren zumessen.

Zur MEDICA 2012 war der Verein Elektronische FallAkte e.V. gleich mehrfach vertreten: „Das Universitätsklinikum Aachen präsentierte auf dem Gemeinschaftsstand der nordrhein-westfälischen Entscheiderfabrik medica LiveView aktuelle Projekte und Entwicklungen zur Fallakte für mobile Endgeräte“, schildert Volker Lowitsch, 1. Vorsitzender des EFA-Vereins und Leiter des Geschäftsbereichs Informationstechnologie am Universitätsklinikum Aachen. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik Dortmund stellte der Verein zudem auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Nordrhein-Westfalen die EFA-Box vor sowie das Telemedizinprojekt „HEALTHTELKON“ vor. HEALTHTELKON ist eine Anwendung zur Unterstützung von Tumorboards auf EFA-Basis: Während der Konferenz werden behandlungsbezogene Dokumente über die Fallakte ausgetauscht und die beschlossenen Maßnahmen dokumentiert. „All diese Lösungen zielen auf die elektronische Vernetzung der Akteure im Gesundheitswesen ab – es geht um einen effizienten Datenaustausch im komplexen Behandlungsprozess. Im Mittelpunkt steht der Patient und seine Erkrankung – die Fallakte unterstützt den Arzt bei der Behandlung, indem sie ihm Informationen anderer Ärzte über diesen Fall zugänglich macht“, sagt Lowitsch.
Wie am Universitätsklinikum Aachen, so hat auch das EFA-Netz in München seinen Nutzen für Ärzte und Patienten bereits vielfach unter Beweis gestellt. Die Netze funktionieren über Sektor-, System- und Einrichtungsgrenzen hinweg; die IT-Spezifikationen für die EFA-Schnittstellen sind bewusst offen gelegt und lizenzfrei verfügbar. Dennoch sind diese EFA-Netze momentan noch Insellösungen. „Bei den Herstellern von Healthcare IT-Systemen beobachten wir aber eine wachsende Bereitschaft, ihre Systeme serienmäßig EFA-fähig zu machen“, sagt Dr. Wolfgang Deiters vom Fraunhofer ISST, der auf der Medica dem Fachpublikum auch die EFA-Lösungen vorstellte. „Eine einfache Möglichkeit, vorhandene Systeme aufzurüsten, ist die EFA-Box, die sämtliche vom Nutzer benötigten EFA-Funktionen bündelt und an das IT-System über Schnittstellen anbindet. Das macht den EFA-Einstieg deutlich leichter. Viele Anbieter von Praxisverwaltungs- und Arztarbeitsplatzsystemen haben aber mittlerweile die direkte Einbindung der EFA-Schnittstelle in ihrer Software auf der Agenda. Damit benötigen die Ärzte dann keine zusätzliche Hardware mehr.“

Ein weiterer Trend bei EFA geht zu mobilen Lösungen, die den Behandlern einen Zugriff auf die Fallakte von einem beliebigen Ort ermöglichen – perspektivisch sogar direkt am Krankenbett im häuslichen Umfeld eines schwerkranken Patienten, wie dies etwa bei einer ambulanten palliativen Versorgung der Fall ist.

Großes Interesse an EFA auch zum IT-Gipfel
Das Interesse an dieser Entwicklung ist groß – auch seitens der Gesundheitspolitik auf Landes- und Bundesebene. So informierte sich NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens bei ihrem Messerundgang zur MEDICA am 14. November ausführlich über aktuelle EFA-Lösungen und das Potenzial des EFA-Standards. Beim IT-Gipfel am 13. November 2012 in Essen wurde ein Telemedizin-Projekt auf EFA-Basis den Politikern im Plenum präsentiert, darunter der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, dem Bundeswirtschaftsminister Philipp Rößler und dem Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr. Bundeskanzlerin Angela Merkel informierte sich bei ihrem anschließenden Rundgang über aktuelle Projekte der Telemedizin.

Verein Elektronische FallAkte e. V.

Der Verein Elektronische FallAkte e. V. ist eine Interessensgemeinschaft von derzeit 29 Mitgliedern – renommierten privaten Klinikketten, Universitätsklinika, kommunalen Krankenhäusern, Ärztenetzen sowie wesentlichen Verbänden des stationären und niedergelassenen Sektors. Ziel ist es, einen einheitlichen Kommunikationsstandard zu etablieren, der die Kooperation zwischen Ärzten im ambulanten und stationären Bereich bei der gemeinsamen Behandlung von Patienten unterstützt.

Ansprechpartner beim EFA-Verein: Volker Lowitsch c/o Universitätsklinikum Aachen, Tel.: 0241-80-88567, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Internet: www.fallakte.de

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