Pressetext

Röntgenbilder werden Standard für die FallAkte

Meilenstein bei der Einbindung von DICOM-Bildern: CHILI ist neuer Industriepartner des Vereins Elektronische FallAkte e.V.

Aachen/Heidelberg,16. Februar 2011
Mit der CHILI GmbH, Heidelberg, hat der Verein Elektronische FallAkte e.V. einen kompetenten Anbieter von Teleradiologie- und PACS-Lösungen als Industriepartner gewonnen. Die Zusammenarbeit zwischen dem Verein und dem IT-Hersteller zielt darauf, die Verfügbarkeit von DICOM-Daten standardisiert in die Elektronische FallAkte (EFA) zu integrieren. 

Die CHILI GmbH ist ein unabhängiges Unternehmen, das erfolgreich eigene PACS- und Teleradiologie-Lösungen entwickelt und vertreibt. Seit Mitte der 1990er Jahre gilt der Heidelberger IT-Spezialist als ein Pionier auf dem Gebiet der Teleradiologie-Systeme und ist hierin der führende Anbieter in Deutschland. „Wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Arbeit. Die Kooperation mit CHILI ist ein weiterer Meilenstein für unser Anliegen, das Nutzenpotenzial der Elektronischen FallAkte zu erweitern“, betont Volker Lowitsch, 1. Vorsitzender des Vereins Elektronische FallAkte e.V. und Leiter der IT-Direktion am Universitätsklinikum Aachen. „Durch die Integration von Röntgenbildern in die Elektronische FallAkte wollen wir den Nutzwert insbesondere für die niedergelassenen Ärzte deutlich erhöhen.“

Für CHILI ist die Etablierung von Systemen, die auf anerkannten Standards basieren, ein wichtiges Anliegen: Beispielsweise engagiert sich das Unternehmen als aktives Mitglied in der HL7-Benutzerguppe Deutschland und in IHE-Deutschland. Wo Standards bislang nicht existieren, wirkt CHILI selbst in der Normungsarbeit mit. „Der verschlüsselte Versand von DICOM-Bildern etwa war eine Eigenentwicklung aus unserem Hause, die kein anderer Hersteller beherrschte“, schildert Dr. Uwe Engelmann, einer der drei Gründer und Gesellschafter der CHILI GmbH. „Weil das die Kommunikationsmöglichkeiten der Radiologen untereinander behinderte, haben wir unsere Lösung in die Arbeitsgemeinschaft IT (@GIT) der Deutschen Röntgengesellschaft DRG eingebracht. Inzwischen ist daraus der etablierte und offiziell von der DRG empfohlene Minimalstandard für die Teleradiologie geworden.“

Erfahrungen mit internationalen Standards der Bildübermittlung

Die Systeme der Firma wurden bereits auf vier europäischen IHE-Connectathons im Zusammenspiel mit den Systemen anderer Hersteller erfolgreich getestet. Durch die IHE-konforme Interoperabilität sowie die Flexibilität und Skalierbarkeit der Software lassen sich komplexe Teleradiologie-Netzwerke nach Röntgenverordnung effektiv aufbauen, ebenso Multi-Site PACS-Installationen über mehrere Standorte. Über umfassende Erfahrungen verfügt CHILI auch bei Telemedizinakten mit webbasierter Bildverteilung, die sich in institutionenübergreifende Aktensysteme verschiedener Hersteller integrieren lassen. Etliche deutsche Universitätsklinika, Krankenhäuser und eine große Klinikkette haben solche Systeme bereits im täglichen klinischen Einsatz. „Diese Erfahrungen möchten wir jetzt auch in die EFA einbringen“, begründet Dr. Uwe Engelmann das Engagement von CHILI im Verein Elektronische FallAkte. „Wir wollen die standardisierte und einfache Kommunikation von DICOM-Daten im Gesundheitswesen unterstützen, weil sie im Interesse des Patientenwohls liegt.“

 

Über EFA

Die Elektronische FallAkte ist eine Kommunikationsplattform für Ärzte zu einem medizinischen Fall eines Patienten. Sie unterstützt die Kooperation zwischen den an der Behandlung beteiligten Ärzten im ambulanten und stationären Bereich und bietet bei Bedarf einen raschen Zugriff auf benötigte Dokumente (etwa Arztbriefe, Befunde, OP-Berichte, Verordnungen). So können sich behandelnde Ärzte stets einen aktuellen Überblick über den bisherigen Behandlungsverlauf verschaffen. Vom Konzept her ist die Elektronische FallAkte besonders darauf ausgelegt, komplexe Behandlungsabläufe zu unterstützen.

Die EFA-Spezifikationen hat das Fraunhofer Institut für Software- und Systemtechnik, mit Unterstützung der Deutschen Krankenhausgesellschaft, im Auftrag einer Reihe von Kliniken entwickelt und gemeinsam mit Software- und Systemherstellern sowie Anwendern aus dem stationären und dem ambulanten Sektor anwendungsreif gemacht. Sie sind offen zugänglich und lizenzfrei nutzbar. Somit bietet sich EFA als vielfältig einsetzbarer, medienübergreifender Standard für die IT-gestützte Kommunikation im Gesundheitswesen an.

 

Zum Verein Elektronische FallAkte:

Der Verein ist eine Interessengemeinschaft von derzeit 26 Mitgliedern aus renommierten privaten Klinikketten, Universitätsklinika, kommunalen Krankenhäusern, Ärztenetzen sowie den wesentlichen Verbänden des stationären und niedergelassenen Sektors. Ziel ist es, gemeinsam einen einheitlichen Kommunikationsstandard zu etablieren. Weitere Infos unter: http://www.fallakte.de

 

Kontakt:

Volker Lowitsch
1. Vorsitzender eFA-Vereinc/o
Universitätsklinikum Aachen
Pauwelsstraße 30 * 52074 Aachen
Tel.: +49 (241) 80-88567
Fax: +49 (241) 80-82473
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Pauwelsstraße 30
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