Pressetext

Elektronische FallAkte als erster Mehrwertdienst für Telematik-Infrastruktur gesetzt

Verein Elektronische FallAkte begrüßt Investitionssicherheit

Aachen, 23. Juli 2010
Die Elektronische FallAkte (EFA) wird als erster Mehrwert-Fachdienst in die Telematik-Infrastruktur (TI) eingebunden. Die Migration dieses sektor- und einrichtungsübergreifenden Kommunikationsstandards soll parallel zur Entwicklung der Basis-Infrastruktur und ihrer Kernanwendungen zur Anwendungsreife erfolgen. Das beschloss die gematik Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH auf ihrer Gesellschafterversammlung im Juni 2010. Der Verein Elektronische FallAkte e.V. begrüßt diese Entscheidung nachdrücklich, weil sie Investitionssicherheit für Kliniken und niedergelassene Ärzte wie auch für die Softwareindustrie schafft und zudem den Zugang zu EFA-Netzen künftig deutlich vereinfacht.

 


 

„Der EFA-Standard hat seine Funktionsfähigkeit und seinen Nutzen im medizinischen Alltag bereits tausendfach unter Beweis gestellt“, betont Volker Lowitsch, Geschäftsführer des Vereins Elektronische FallAkte e.V. Bundesweit nutzen mittlerweile Dutzende Kliniken und tausende niedergelassene Ärzte elektronische FallAkten für ihre gemeinsam betreuten Patienten; sie haben sich dafür in mehreren meist regionalen EFA-Netzwerken zusammengeschlossen: „Die Entscheidung der gematik, EFA in die künftige Telematik-Infrastruktur zu integrieren, gibt diesen bestehenden EFA-Netzen Bestandssicherheit,“ sagt Lowitsch. Angesichts des hohen Aufwands, mit dem die ersten Pilotprojekte ins Laufen gebracht wurden, sei das ein sehr wichtiges Signal. „Ebenso wichtig ist das Signal an die Software-Industrie. Erste Hersteller, wie SAP, Siemens oder Agfa, haben bereits angekündigt, eine EFA-Schnittstelle serienmäßig in ihre Klinikinformationssysteme zu integrieren.“ Die entsprechenden Releases sollen in wenigen Monaten auf den Markt kommen. Damit werde für interessierte Kliniken die Anbindung an bestehende EFA-Anbieter deutlich erleichtert. Der Bedarf sei immens. Auch im Bereich Praxisinformationssoftware sei das Interesse der Ärzte groß, hier sieht Lowitsch noch massiven Nachholbedarf.

Mit Einführung der bundesweiten Telematik-Infrastruktur können künftig der Heilberufe-Ausweis oder die institutsbezogene Autorisierung zusammen mit der Gesundheitskarte des Patienten als Zugang zur Elektronischen FallAkte genutzt werden. Weil die – bereits bestehende –Sicherheitsarchitektur der Elektronischen FallAkte genau auf die Sicherheitsarchitektur der Telematik-Infrastruktur abgestimmt wird, bleibt die Einhaltung Datenschutz und Datensicherheit wie bereits heute nach strengsten Maßstäben gewährleistet.

Über EFA

Die Elektronische FallAkte ist eine Kommunikationsplattform für Ärzte zu einem medizinischen Fall eines Patienten. Sie unterstützt die Kooperation zwischen den an der Behandlung beteiligten Ärzten im ambulanten und stationären Bereich und bietet bei Bedarf einen raschen Zugriff auf benötigte Dokumente (etwa Arztbriefe, Befunde, OP-Berichte, Verordnungen). So können sich behandelnde Ärzte stets einen aktuellen Überblick über den bisherigen Behandlungsverlauf verschaffen. Vom Konzept her ist die Elektronische FallAkte besonders darauf ausgelegt, komplexe Behandlungsabläufe zu unterstützen.
Die EFA-Spezifikationen hat das Fraunhofer Institut für Software- und Systemtechnik, mit Unterstützung der Deutschen Krankenhausgesellschaft, im Auftrag einer Reihe von Kliniken entwickelt und gemeinsam mit Software- und Systemherstellern sowie Anwendern aus dem stationären und dem ambulanten Sektor anwendungsreif gemacht. Sie sind offen zugänglich und lizenzfrei nutzbar. Somit bietet sich EFA als vielfältig einsetzbarer, medienübergreifender Standard für die IT-gestützte Kommunikation im Gesundheitswesen an.

Zum Verein Elektronische FallAkte:

Der Verein ist eine Interessengemeinschaft von derzeit 26 Mitgliedern aus renommierten privaten Klinikketten, Universitätsklinika, kommunalen Krankenhäusern, Ärztenetzen sowie den wesentlichen Verbänden des stationären und niedergelassenen Sektors. Ziel ist es, gemeinsam einen einheitlichen Kommunikationsstandard zu etablieren. Weitere Infos unter: http://www.fallakte.de

Kontakt:
Volker Lowitsch
1. Vorsitzender eFA-Verein
c/o Universitätsklinikum Aachen
Pauwelsstraße 30 * 52074 Aachen
Tel.: +49 (241) 80-88567
Fax: +49 (241) 80-82473
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

zurück

NACH OBEN

Ansprechpartner
Volker Lowitsch
c/o Universitätsklinikum Aachen
Pauwelsstraße 30
52074 Aachen

Telefon:
+49 (241) 80-80011

Zum Kontaktformular