Forcare ist neuer Förderer des Vereins Elektronische FallAkte (EFA)

Niederländischer Software-Spezialist von IT-Lösungen für den Austausch von Gesundheitsinformationen bringt vielfältige Erfahrungen ein

Aachen/Utrecht, 10. November 2017.

Forcare, der niederländische Anbieter intelligenter Software für den Austausch von Gesundheitsinformationen, ist als sechstes Fördermitglied des Vereins Elektronische FallAkte (EFA) aufgenommen worden. Das 2006 gegründete Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrungen im Bereich der Inter­operabilität und damit auch bei der maximalen Vernetzung zwischen klinischen Systemen in den Niederlanden, Skandinavien und Kanada sowie seit 2015 auch in den USA. Dieses Know-how bringen die Experten nun in die weitere Entwicklung der Elektronischen FallAkte ein. Hierzu wird unter anderem eine enge Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik (ISST) aufgebaut.

„Eigentlich lassen sich die in den Niederlanden, in Nordamerika oder den skandinavischen Ländern durch Forcare etablierten IT-Lösungen zum Austausch von Gesundheitsinformationen auch auf Deutschland übertragen. Wir sagen ganz selbstbewusst: Forcare könnte sofort beginnen! Doch in der Bundesrepublik gibt es noch zu viele divergierende Meinungen und es fehlt noch der Druck, um flächendeckend und einheitlich zu starten", sagt Dimitrios Kakoulis, Business Development Manager DACH von Forcare. Deshalb möchte das niederländische Unternehmen als EFA-Förderer in einem ersten Schritt die jetzt schon bestehenden Möglichkeiten der Interoperationalität in Deutschland noch bekannter machen. „Forcare hat Erfahrungen mit allen Leistungserbringern und dem damit verbundenen intersektoralen Austausch von Daten. Wir wollen deshalb mit unserem Know-how die Entwicklung in Deutschland unterstützen, um zu konkreten Lösungen zu kommen", fährt Dimitrios Kakoulis fort.

„Die Entscheidung von Forcare, den EFA Verein als Förderer zu unterstützen, spricht für die von uns entwickelte Kommunikationsplattform der Elektronischen FallAkte. Das niederländische Unternehmen ist weltweit führend bei der Entwicklung und Implementierung von Software zum reibungslosen Austausch von Daten zwischen unterschiedlichen Systemen – einen besseren Verbündeten hätten wir gar nicht gewinnen können", sagt Volker Lowitsch, 1. Vorsitzender des Vereins Elektronische FallAkte. Forcare ist von Anbeginn aktiver Partner der internationalen „Integrating the Health Enterprise"-Organisation (IHE) und hat in diesem Rahmen IHE-Profile mitentwickelt. Dieses Engagement wurde unter anderem durch die Wahl von Forcare-CEO Harm-Jan Wessels als IHE International Board Member und den Gewinn des IHE Champion Award durch Mark Sinke, CTO von Forcare gewürdigt.

„Wir schätzen die Arbeit des EFA e.V. und seiner Mitglieder sehr, die wir als Förderer nun gezielt unterstützen. Als ersten Schritt führen wir dazu Gespräche mit der Firma Health-IT und dem Fraunhofer-Institut über die weitere Vorgehensweise", erklärt Dimitrios Kakoulis. Die 2005 gegründete Forcare startete 2008 mit der Entwicklung einer Software für ein Kardiologisches Netzwerk im niederländischen Friesland gefolgt von einem landesweiten Mammographie-Netzwerk für den Befundaustausch. Nach Projekten in Skandinavien und Kanada konnte Forcare zuletzt zwei universitätsmedizinische Standorte überzeugen und erhielt Aufträge zur Entwicklungen von Software-Lösungen für das „Wisconsin Oncology Network of Imaging eXcellence" (WONIX) und für die University of Miami.

Neben der Forcare unterstützen fünf weitere Unternehmen den Verein Elektronische FallAkte als Fördermitglieder. Dies sind die VISUS GmbH, PlanOrg Informatik GmbH, CompuGroup Medical Deutschland GmbH, Health-Comm GmbH und D·M·I GmbH & Co. KG.

Über Forcare
Seit der Gründung von Forcare im Jahr 2006, bildet Interoperabilität die Essenz der Produkte des niederländischen IT-Dienstleisters. Auch deshalb sind offene Standards für das Unternehmen von großer Bedeutung. Ziel von Forcare ist es, Kunden aus der Gesundheitswirtschaft regionen- und länderübergreifend qualitativ hochwertig sowie effizient zu betreuen.

Mit dem klaren Fokus auf mehr Effizienz und besserer Pflege gewährleistet Forcare maximale Vernetzung zwischen bestehenden Systemen, in dem es seinen Kunden sichere und zukunftsorientierte Plattformen zur Verfügung stellt. Forcare ist eine weltweit agierende auf höchsten Standards basierende Softwarefirma mit Hauptsitz in den Niederlanden sowie Niederlassungen in Nordamerika, England und Deutschland. Um die ausgezeichnete Qualität des Austauschs von Patientendaten kontinuierlich gewährleisten zu können, besitzt Forcare ISO-, CE- und IHE-Zertifizierungen und ist zudem aktiver Partner der IHE.

Über EFA
Die Elektronische FallAkte ist eine IHE-konforme* Kommunikationsplattform für Ärzte zu einem medizinischen Fall eines Patienten. Sie unterstützt die Kooperation zwischen den an der Behandlung beteiligten Ärzten im ambulanten und stationären Bereich und bietet bei Bedarf einen raschen Zugriff auf benötigte Dokumente (etwa Arztbriefe, Befunde, OP-Berichte, Verordnungen). So können sich behandelnde Ärzte stets einen aktuellen Überblick über den bisherigen Behandlungsverlauf verschaffen. Vom Konzept her ist die Elektronische FallAkte besonders darauf ausgelegt, komplexe Behandlungsabläufe zu unterstützen.

Die EFA-Spezifikationen haben die Fraunhofer-Institute für Software- und Systemtechnik (ISST) und für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS), mit Unterstützung der Deutschen Krankenhausgesellschaft, im Auftrag einer Reihe von Kliniken entwickelt und gemeinsam mit Software- und Systemherstellern sowie Anwendern aus dem stationären und dem ambulanten Sektor anwendungsreif gemacht. Sie sind offen zugänglich und lizenzfrei nutzbar. Somit bietet sich EFA als vielfältig einsetzbarer, medienübergreifender Standard für die IT-gestützte Kommunikation im Gesundheitswesen an.

*ab Version EFA 2.0

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Volker Lowitsch
c/o Universitätsklinikum Aachen
Pauwelsstraße 30
52074 Aachen

Telefon:
+49 (241) 80-80011

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